Ursprung

Der Schwedische Gymnastik- und Fechtlehrer Pehr Henrik Ling (1776-1839)  entwickelte eine Behandlung, die als schwedische Massage bekannt wurde. Er gründete 1813 das Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage. Der Grundstein für die moderne, westliche klassische Massage war gelegt. Die Handgriffe «Reiben, Drücken,Walken,Hacken und Kneipen» entstanden.

Ebenfalls an der Weiterentwicklung beteiligt war der holländische Arzt Johann Georg Mezger (1838-1909). Die Wirkung konnte nun nicht mehr geleugnet werden. Durch den Berliner Orthopäden Albert Hoffa (1859-1907) wurde die Massage in Deutschland eingeführt. Er gab ihr den Feinschliff und verbreitete sie in der heute bekannten Form.

Wirkung

Es werden muskuläre Verspannungen gelockert. Die Durchblutung wird aktiviert. Verklebungen des Bindegewebes werden gelöst. Im denkenden, konzentrierten Wachzustand herrschen im Gehirn Betawellen vor. Vorallem  bei Druck werden wir ängstlich und angespannt. Hält dieser Zustand länger an, greift dies das Immunsystem an und Müdigkeitserscheinungen treten auf. Die zur Entspannung führende Massage lässt die Alphawellen in den Vordergrund treten, die zuständig sind für die meditativen Zustände, die stärker entspannen können als Schlaf. Endorphine, Schmerz lindernde Hormone, die Glücksgefühl vermitteln werden produziert.

Technik

Die auf der schwedischen Massage basierende westliche Technik arbeitet mit Streichungs-, Knetungs-, Reibungs-,Klopfungs- und Erschütterungstechnik.

Effleurage (Streichung)

Es ist der angenehmste und entspannenste Handgriff der Massage. Er wird am Anfang zum Verteilen des Öls angewendet und um die Haut des Klienten an die Hand zu gewöhnen. Ebenfalls als Erholungspausen zwischen stärkeren Griffen und als Abschluss zur Entspannung der gestressten Muskulatur ist die Streichung sehr effektiv.

Pertissage (Knetung,Walkung)

Die Haut und Muskulatur werden gefasst und geknetet, um Verspannungen zu lösen. Diese Handgriffe wirken auf die Muskulatur, das Bindegewebe und Verbessert die Durchblutung.

Friktion (Reibung)

Es werden mit dem Handballen oder den Fingerspitzen kreisende Bewegungen auf dem Muskel ausgeführt. Dieser Handgriff ist sehr wirkungsvoll bei Verspannungen und Verhärtungen.

Tapotement (Klopfung)

Dieser Handgriff wird mit der Handkante der flachen Hand oder den Fingern mit kurzen, schlagenden Bewegungen ausgeführt. Die periphere Durchblutung wird gefördert.

Vibration: (Erschütterung)

Mit den Fingerspitzen oder der flachen Hand wird Muskelzittern erzeugt. Es entsteht eine lockernde und krampflösende Wirkung.

Die Klassische Massage wird als Teil-  oder Ganzkörpermassage durchgeführt. (Nur Rücken oder Rücken und Beine, Füsse, Arme und Gesicht)

Die meisten Wellnessmassagen haben ihre Wurzeln in der Klassischen Massage und bauen auf diesen Techniken auf.